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Holzoberflächen mit Öl behandeln – so trägt man Holzöl auf

Du kannst einfach und schnell dafür sorgen, dass Holzmaterial optimal geschützt wird und diesem eine hochwertige Optik verleihen. Dazu benötigst Du weder Lacke noch Lasuren, sondern einzig Holzschutzmittel. Mit einem Holzöl machst Du das geölte Material nicht nur um einiges unempfindlicher, sondern lässt es atmen, sodass eventuell aufgenommene Feuchtigkeit wieder abgegeben werden kann, und setzt gekonnt die natürliche Maserung in Szene. Wer sich dafür entscheidet, steht schnell vor vielen Fragen: Wie trägt man Holzöl auf? Wie lange braucht das Mittel auf Holz zum Einziehen und was bewirkt Holzöl eigentlich? Wie Du Holzmöbel und Gartenmöbel richtig anwendest und was Du alles über Holzmittel und Co. wissen musst, verraten wir Dir in diesem Artikel inklusive einer Anleitung.

 

Holz ölen: So gehst Du vor

Wir zeigen Dir Schritt für Schritt in dieser Anleitung, wie Du beim Ölen von Holz richtig vorgehst und wie Du Deine Möbel aus Holz mit dem Mittel richtig bearbeitest.

1. Material und Werkzeuge zum Ölen von Hölzern

Zum Ölen von Holz benötigst Du Schleifpapier in der Körnung 180-220 oder Schleifvlies zum Schleifen, mehrere fusselfreie Lappen aus Leinen oder ein Tuch aus Baumwolle, alternativ einen Pinsel für Farbe sowie das Holzöl.

2. Vorbereitung des Holzes

Säubere zunächst gründlich die Grundfläche von Verschmutzungen mit einem Tuch und optional einem speziellen Reiniger. Die Oberfläche sollte anschließend für das Schleifen trocken sein. Beginne danach die Grundfläche mit dem Schleifpapier in Richtung Maserung abzuschleifen. Nach der Behandlung mit Schleifpapier in der richtigen Körnung sollten sich am Ende keine Unebenheiten oder Kratzer mehr zeigen. Säubere anschließend erneut die Oberfläche, sodass sämtlicher Schleifstaub entfernt und das Holz trocken ist.

3. Auftragen des Öls mit Pinsel oder Lappen

Trage nun das Mittel mit einem fusselfreien Tuch oder einem Pinsel auf. Sei dabei großzügig. Wenn die Oberseite feucht aussieht, hast Du ausreichend Holzöl aufgetragen.

4. Öl antrocknen lassen

Lass das Öl nun zwischen 30 und 60 Minuten einwirken, aber nicht vollkommen trocknen.

5. Nicht eingezogenes Öl entfernen

Nach der Wartezeit zum Trocknen des Holzöles nimmst Du das überschüssige Öl mit einem sauberen, fusselfreien Lappen ab.

6. Öl mehrere Stunden trocknen lassen

Gönne der geölten Grundfläche oder dem Holzfußboden nun mehrere Stunden Ruhe, auch gerne über Nacht.

7. Holz mehrfach ölen bis es aussieht wie gewünscht

Nach der längeren Ruhephase prüfst Du den Zustand. Sollte sich das Holz nach dem Aufbringen des Holzöls noch rau anfühlen oder nicht die gewünschte Optik haben, trage erneut eine Ölschicht auf und gehe dabei die Anleitung wie beim ersten Mal ab den Punkt nach dem Schleifen durch. Vergiss nicht, die überschüssige Flüssigkeit erneut abzunehmen. Es kann sich lohnen, ebenso noch mal mit einer feinen Körnung über die Oberfläche zu schleifen.

Wissen rund um Holzöl und Holz ölen

Wie man Öl auf die Oberfläche aufträgt, ist wichtig zu wissen, doch wenn Du darüber nachdenkst, Dein Holz zu bearbeiten, gibt es noch weitere Dinge, die Du beachten solltest. Nachfolgend verraten wir Dir, welche Oberflächen sich für Öle anbieten, was es bei Holzfasern bewirkt, welche Vor- und Nachteile die Eigenschaften haben und welche sich besonders eignen.

 

Welche Oberflächen lassen sich behandeln?

Generell lassen sich alle nicht lackierten oder lasierten Holzoberflächen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich mit Holzöl bearbeiten. Ob Parkettboden, Holzböden, Massivholz-Tisch oder Gartenmöbel, die Behandlung mit geeignetem Öl zeigt sich vielseitig anwendbar. Für den Außenbereich gibt es spezielle Öle, die sich witterungsresistent zeigen, hohen Beanspruchungen standhalten und starke Verschmutzungen verhindern.

 

Was bewirkt Holzöl?

In erster Linie dient die Bearbeitung mit Öl dem Schutz des Materials. Öle dringend in die Poren der Oberfläche ein, lassen das Holz dennoch atmen. Das bewirkt wiederum, dass zwar Feuchtigkeit eindringen kann, diese aber auch wieder abgegeben wird. Damit wird verhindert, dass Feuchtigkeit im Inneren entsteht und das Holz morsch wird. Im Gegenteil, das Öl entfaltet seine pflegenden Eigenschaften im Inneren der Holzfasern. Es entsteht eine gute Luftfeuchtigkeit. Holzböden und Co. erstrahlen zudem schnell wieder im neuen Glanz, wirken wie frisch gewachst.

 

Diese Vorteile haben Holzöle

Mit den speziellen Ölen wird die Bildung von Rissen sowie das Austrocknen verhindert. Kratzer lassen sich einfach wegschleifen, auch auf Holzböden.

Die Optik einer mit Ölen behandelten Oberfläche oder eines Holzfußbodens macht einiges her. Die Maserung und der natürliche Farbton beispielweise kommen nun bei der Holzoberfläche besondere gut zur Geltung. Letztlich zeigen sich geölte Holzoberflächen angenehm in der Berührung, wie bei Armlehnen von Gartenmöbeln oder Holzböden. Die Öle lassen sich zudem leicht auftragen und tun den Holzfasern rundum gut.

 

Die Nachteile von Holzöl

Die Nachteile sind, dass Du mit den Ölen keine porenschließende Holzoberfläche der Werkstücke schaffen und die Holzfasern nicht versiegeln kannst. Schmutz dringt also weiterhin ein. Daher ist es wichtig, dass Du das Öl regelmäßig erneut aufträgst. Wie oft, das hängt davon ab wie stark die Nutzung ist. Sobald sich die geölte Holzoberfläche wieder rau zeigt, ist es Zeit für neues Öl.

 

Holz ölen oder lackieren – was ist besser?

Mit einem Überzug aus Lack oder einer lackierten Lasur schaffst Du auf der Holzoberfläche eine geschlossene Schicht. Das verhindert, dass Schmutz eindringt und sorgt gleichzeitig dafür, dass das Material nicht atmen kann. Das ist wichtig, damit Feuchtigkeit wieder abgegeben und die Luftfeuchtigkeit reguliert werden kann. Zudem können Lacke gesundheitlich bedenklich sein, was bei den Ölen seltener der Fall ist. Für viele ist das natürliche Aussehen wichtig, was mit dem Ölen weiterhin gegeben ist. Daher lässt sich sagen, dass Ölen einige klaren Vorteile hat.

 

Holz mit Öl bearbeiten: Für innen und außen geeignet?

Holzöle können sowohl für den Innenbereich als auch für den Außenbereich genutzt werden. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten, die sich für Möbel in Ihrer Immobilie eignen oder besser bei Garten- oder Terrassenmöbel als Schutz im Außenbereich zum Einsatz kommen.

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Welche Öle eignen sich für Holz?

In Baumärkten gibt es für beinah jede Holzart das richtige Mittel, aber auch der Supermarkt kann als Anlaufstelle dienen. Man unterscheidet zwischen Naturölen wie unter anderem Leinöl, Walnussöl und Tungöl und optimierten Varianten, die als Hartöle bezeichnet werden und für die Bearbeitung in Frage kommen. Die Mittel enthalten keine Farbe, die in die Poren eindringen könnten.

Bei Hartölen handelt es sich um Leinöl, das unter Ausschluss von Luft gekocht wird und mit unter anderem Naturharz versetzt wird. Das sorgt dafür, dass Hartöle mit dem enthaltenden Naturharz die Eigenschaft haben eine robuste Schicht zu bilden, das Material damit besonders widerstandsfähig zu machen und einen schönen Glanz sowie einen natürlichen Farbton zu erzeugen. Meist werden die Hartöle daher für Holzfußböden genutzt, die starken Beanspruchungen ausgesetzt sind.

Ferner gibt es Teaköle, die Farbpigmente enthalten und für Teakholz oder ähnliche Werkstücke geeignet sind. Teaköl bietet sich für die Anwendung auf Teakholz an, wenn zum Beispiel Tischplatten eine mittelbraune Farbe erhalten sollen. Spezielle Parkett-Öle für Parkett ergänzen das Angebot. Arbeitsplatten in der Küche oder Holzspielzeug für Kinder sollten immer mit geprüften und für diesen Zweck geeigneten Varianten geölt werden.

Hartwachsöle bestehen auf Basis von Öl und Wachs. Hartwachsöle mit Wachs wirken auf den Flächen wasserabweisend und resistenter gegen Flecken. Ein gutes Hartwachsöl wird daher ebenso gerne genutzt, härtet gut, schützt das Material und trocknet schnell. Der Boden wird gleichzeitig gewachst.

Viele Heimwerker schwören auf sikkative Varianten. Diese sind mit Trocknungsstoffen versetzt, die eine schneller Trocknung möglich machen. Dennoch ist auch bei den sikkativen Produkten etwas Geduld gefragt, auch wenn die sikkativen Mittel im Vergleich weniger Zeit für die Trocknung benötigen.

Leinöl

Leinöl ist bei den natürlichen Mitteln und Substanzen für den Holzschutz oft die erste Wahl und wird schon seit eh und je zur Bearbeitung der natürlichen Flächen eingesetzt. Die Vorteile von Leinöl im Gegensatz zu Walnussöl und Tungöl: Es dringt tief in die Poren der Holzfasern ein, trocknet schnell und härtet gut aus. Wenn Du es noch schneller haben willst, dann nutze sikkatives Leinöl, welches durch die sikkativen Trockenstoffe als Leinölfirnis bezeichnet wird. Empfehlenswert ist Leinöl bzw. Leinölfirnis aber auch Tungöl, vor allem für die Behandlung im Innenbereich.

Baufix Holz Pflegeöl

Einen besonders einfachen und zuverlässigen Holzschutz findest Du mit dem BAUFIX Holz Pflegeöl. Dabei handelt es sich um ein hochwertiges Spezialöl, das sich geruchsarm zeigt und sich ideal für Hartholz-Gartenmöbel, Holzterrassen und Holzgehwege sowie Holzmöbel im Innenbereich eignet. Das Pflegeöl ist in unterschiedlichen Farbtönen erhältlich, die den natürlichen Holzfarbton unterstreichen, gleichzeitig bei der Holzbehandlung eine imprägnierende Wirkung haben und vor Schmutz sowie Flecken schützen.

Hast Du eine Fläche oder Möbel, die bereits mit einer Substanz behandelt wurde, musst Du die Schicht erst mit einem Schleifpapier komplett abschleifen.

Was ist mit Sonnenblumenöl oder Olivenöl?

Bei der professionellen Holzbehandlung solltest Du in keinem Fall auf Speiseöle wie Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Rapsöl zurückgreifen. Der Grund: Diese Speiseöle trocknen nicht ganz im Gegensatz zu trocknenden Haushaltsölen wie Leinöl, Tungöl und Walnussöl. Das Fatale beim Einsatz von Speiseölen wie Olivenöl oder Sonnenblumenöl zeigt sich im Laufe der Zeit. In Verbindung mit Sauerstoff werden die Speiseöle ranzig und können Schimmel bilden. Ferner können Flüssigkeiten wie Olivenöl und Rapsöl neben der Bildung einer ranzig gewordenen Schicht auch Verfärbungen auslösen. Nutze daher lieber Leinölfirnis, was pflegend wirkt.

Holz ölen – einfacher als gedacht mit dem richtigen Öl und ein wenig Geduld

Es lässt sich festhalten, dass die Bearbeitung mit entsprechenden Ölen wie Hartölen für Fußböden, Leinölen, Walnussölen und Tungölen für Möbelstücke und Werkstücke im Innenbereich und speziellen Mitteln wie dem BAUFIX Holz-Pflegeöl für Innen und Außen wichtig ist. Heimwerker fördern die Beständigkeit des natürlichen Materials, vermeiden Verschmutzungen und erhalten die Optik bzw. unterstreichen diese. Zwar dauert die Trocknung etwas länger und es ist eine Auffrischung nötig, was bei einer Lasur oder dem Lackieren nicht der Fall wäre, doch die Vorteile überwiegen. Und so kann es gar Spaß machen einmal im Jahr seine Möbelstücke wie Tischplatten und Co. zu bearbeiten und auf Vordermann zu bringen. Die Belohnung ist in jedem Fall ein frisches Aussehen nach der Holzbehandlung mit Leinöl, Tungöl, Hartöl, Teaköl oder Baufix Pflegeöl.

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